Der Tag hat 27 Stunden…unsere Erfahrungen mit mein Fernbus und Qatar Airways

Sri Lanka, Samstag 27.04. – 21.45Uhr Ortszeit, 18.15 Uhr unserer Zeit, die Koffer sind fertig gepackt und wir sind abfahrtbereit. Auf dem Weg vor zur Rezeption, kommen uns zwei Angestellte entgegengeeilt und nehmen uns die Koffer ab. Etwas an das wir uns in den zwei Wochen nur schwer gewöhnen konnten, ist das man einem jedem Handgriff abnehmen will.

Der Fahrer, welcher uns zum Flughafen bringt, fährt gerade in den Hof. Es ist so ein Mitsubishi Van und der Fahrer ist ein älterer gemütlich wirkender Herr. Während unsere „federleichten“ Koffer in das Auto geladen werden, verabschieden wir uns von Renate und dann geht es los.

Geplante Fahrtzeit sind ca. 4 Stunden, da es aber schön spät ist und der Verkehr nicht so stark ist wie sonst, sollte es schneller gehen. Es geht Richtung Galle und dann biegt der Fahrer auf die Autobahn ab. Die normalen Strassen auf Sri Lanka sind in etwa so wie in Deutschland schlechte Feldwege….aber die Autobahn….dagegen sind unsere Autobahnen, schlechte Feldwege. Die Autobahn ist echt top!

Im Gegensatz zu Deutschland hat es Sri Lanka schon geschafft und eine Autobahngebühr eingeführt. Wir fahren gerade 5 Minuten auf der Autobahn als Alex anfängt panisch in seinem Rucksack zu wühlen….scheiße ich glaube ich habe mein Handy vergessen, meint er. Oh super Timing, auf der Autobahn ist umdrehen so einfach. Ich rufe bei Ihm auf dem Handy an, vielleicht ist es ja nur im Rucksack verschütet – es klingelt…aber kein Zeichen im Rucksack. Okay es liegt wohl auf dem Liegestuhl der Cabana, wo ich jetzt auch lieber wäre.

Obwohl die Antwort fast klar ist, fragen wir den Fahrer, ob eine Chance besteht nochmal schnell zum Hotel zurück zu fahren, da wir ein Handy vergessen haben. Er überlegt kurz und meint, nein es tut ihm leid, es gibt her keine Ausfahrt, so daß er abfahren könnte. Wir sollen schnell im Hotel anrufen und Ihnen mitteilen, daß sie das Handy nachschicken sollen. Ich versuche mein Glück, es geht aber keiner ran.

Anscheinend hat der Fahrer eine besondere Nummer und erreicht jemand. Er reicht mir sein Handy weiter und erkläre unserem Roomboy die Situation. Er hat denke ich verstanden und wünscht uns einen guten Trip…ob der meint wir haben was eingeworfen? Egal denke ich mir, bedanke mich. Zur Not schreiben wir einfach von Deutschland aus, eine mail an Rainer und Renate.

Weiter geht die Fahrt auf der Autobahn. Ich glaube so langsam zu wissen, was er mit dem Trip meinte. Entweder ist der Fahrer müde, halbblind (die Brille hat er immerhin auf der Stirn), besoffen oder er hat einen Trip geschmissen, auf alle Fälle hat er enorme Probleme die Fahrbahn zu halten. Ich schaue Alex an, der auch entsetzt wirkt. Krampfhaft versuche ich nicht nach vorne auf die Strasse zu sehen. Ich glaube die Menschen hier sind es nicht gewohnt auf einer geraden Strasse, ohne Schlaglöcher und mit 5 Autos nebeneinander zu fahren. Als wir kurz vor Colombo von der Autobahn abfahren, schicke ich ein Stoßgebet zum Himmel, das haben wir heil überstanden. Die weitere Fahrt zum Flughafen, über Schlaglochpisten und mit gut Verkehr, schafft er super und setzt uns so gegen 00.30Uhr Ortszeit am Flughafen ab.

Einchecken und warten bis zum Boarden. Wir starten mit etwas Verspätung, hoffentlich holen wir die noch auf. Wir haben in Doha nur ca. 1 Stunde 45 Minuten Aufenthalt. Das hört sich reichlich an, das Problem ist aber, das man in Doha irgendwo in der Wüste landet und dann mit einem Bus zum Transferterminal gefahren wird. Auf dem Hinflug sind wir sicher fast 40 Minuten in der Gegend rum gefahren.

Im Gegensatz zum Hinflug von Doha nach Colombo, wo wir gefühlt in einer alten Sardinendose gessen sind, ist es diesemal ein bisschen besser. Wir fliegen mit einer A321 neueren Baujahres. Qatar Airways – die 5 Sterne Airline – so der Werbeslogan. Weit gefehlt. Diesemal funktioniert zwar mein Insight Entertainment System, dafür ist das von Alex ohne Funktion. Im Flieger sind rechts und links dreier Sitzreihen – kein 5 Sterne Komfort. Das Essen ist gut, zu Trinken gibt es Kaffee, Tee und Säfte zum Essen – versteht ihr das unter 5 Sterne? Der Rest vom Flug kommen ab und an Stewardessen mit Tabletts auf den Wasser- und Saftbecher stehen vorbei. Sie laufen aber ohne zu Fragen durch die Reihen, wenn man gerade nicht aufpasst, hat man halt Pech gehabt – 5 Sterne? Jeder hat mal einen schlechten Tag, aber die Laune der Stewardessen ist so, daß man sich nicht traut nach einer Cola oder so zu fragen. Alles in allem ist zwar das Flugzeug etwas besser als auf dem Hinflug, dafür der Service und die Freundlichkeit in einem Billigflieger sicher nicht schlechter.

Die Verspätung können wir leider auch nicht aufholen und so haben wir bis zum Check-In unseres Fluges nach München noch ca. 30 Minuten um zum Transferterminal zu kommen. Dort müssen wir natürlich nochmal durch eine Sicherheitskontrolle. Blick auf die Uhr, boarden ist schon seit 10 Minuten. Wir hetzen zu unserem Boardingsterminal und boarden. Wieder gehts mit dem Bus zum Flieger und wir heben ab.

Anders als auf dem Hinflug nach Doha ist nun der Flieger eher ein älteres Model. Auch hier wieder, schlechter Service, gutes Essen und alles in allem keine 5 Sterne Airline. Wir hatten überlegt direkt mit SriLankan Airlines zu fliegen. Es hies jedoch daß Qatar so toll sein soll und der Sitzabstand und so top sei. Nun aus Erfahrung wird man klug. Qatar fliege ich nicht unbedingt wieder und wenn es das nächste Mal nach Sri Lanka geht, ist SriLankan unserer erste Wahl.

Im Gegensatz zum Hinweg, haben wir uns für den Rückweg dazu entschieden mein Fernbus auszutesten. Die Bahnfahrt hätte da um die 160€ für zwei Personen kosten sollen. Der Preis für die Busfahrt lag bei knapp 40€. Was man so im Netz lesen konnte, sollen die Buse eine gute Alternative zur Bahn sein.

Geplante Abfahrt des Buses Sonntag 28.04. 15.30Uhr. Wir sind zwar pünktlich in München um 13.30Uhr gelandet, aber bis wir durch die Passkontrolle und Gepäckausgabe sind dauert es etwas. Mit der Bahn braucht man auch so 45 Minuten bis zum Busbahnhof. Also erstmal nichts mit essen. Keine Zeit, also holen wir uns zwei Brezeln auf die Hand und hetzen zum Bahnhof. Man soll mindestens 15 Minuten vor Abfahrt da sein. Das schaffen wir gerade so…suchen unseren Bus…tja…da ist nichts…nur viele Menschen die nach Freiburg wollen.

Ratlosigkeit, dann entdecken wir einen Bus über dem Freiburg steht. Mal hin, Freiburg nein da fährt er nicht hin. Er fährt nur nach Friedrichshafen, in 20 Minuten kommt noch ein Bus, der fährt direkt durch nach Freiburg. Ah okay, dann ist das der wo alle stehen. Da steht 15.45Uhr Freiburg drüber und kein Bus da. Nein das ist ein anderer meint der. Der 15.30Uhr Bus nach Freiburg kommt in 20 Minuten. Ah okay dann hat er halt 10 Minuten Verspätung. Wäre vielleicht ganz gut, wenn man das irgendwo anschreiben würde – das schafft selbst die Bahn!

Um 15.50Uhr macht sich der Bus auf nach Friedrichshafen. Er meint nochmal der Bus nach Freiburg kommt in 20 Minuten. Allzheimer oder was? Das hat er vor 20 Minuten schon gesagt. Meine, nein unserer Laune ist nach mittlerweile fast 24 Stunden Reise, leicht angespannt, wie man sich denken kann. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt der Bus nach Freiburg so um 16.15Uhr an. Der Busfahrer steigt aus, macht die Klappen zum Koffer verstauen auf. Rein mit dem Gepäck und ab in den Bus….weit gefehlt. Es bildet sich ein Riesenstau vor der Tür, da die andere Busfahrerin einen auf deutsche Wichtigtuerin machen muss und meint jetzt erstmal jedem nach dem Namen zu fragen und dann dessen Namen auf dem Handy zu suchen und einzucecken. Ich habe echt einen Hals und denke mir, wenn das so weiter geht, stehen wir um 17.00Uhr noch da. Liebe mein Fernbus, wieso habt Ihr QR-Codes auf den Fahrkarten gedruckt, aber Eure Fahrer kein QR-Qode Lesegerät? Auch das schafft die Bahn schon!

Der Busfahrer hat irgendwann ein einsehen und faucht die Dämlichkeit an. Sie solle die Leute einsteigen lassen, wir haben genug Verspätung und die Leute ja eh Fahrkarten. Später kontrolliert sie dann während der Fahrt. Los gehts und ab in den Stau! Es sind irgendwelche Umleitungen und so und wir brauchen fast eine Stunde bis wir aus München raus sind. Der Fahrer entschuldigt sich später für die Verspätung. Es hat wohl nachmittags eine Panne am Bus gegeben und so mussten 4 Stunden auf den Service warten. Mir eigentlich egal, dann sollen sie halt einen Ersatzbus schicken. Er kennt sich auch in München nicht aus und auch im Bus sei keiner gewesen, der ihm eine andere Route vorgeschlagen hat, deshalb ist er nach Beschilderung gefahren. Deshalb dann die Stunde im Stau. Nun gefragt, ob sich wer auskennt hat er nicht. Ausserdem gibt es sowas, daß nennt sich Navigationsgerät. Gibts für kleines Geld, sogar als App fürs Handy, welches an der Scheibe klebt. Klingt alles nach einer sehr biligen Ausrede.

Total gefrustet kommen wir um 21.30Uhr in Freiburg an. Fazit des Tages einmal mein Fernbus, aber sicher nicht wieder. Eine Alternative zur Bahn ist das nicht. Bei der Bahn, werde ich wenigstens informiert, wann und sogar wie lange der Zug Verspätung hat. Mein Fernbus werde ich meiden. Lieber zahle ich das bisschen mehr Geld und komme halbwegs pünktlich an. Modern war der Bus auch nicht wirklich. Er wirkt eher wie ein besserer Schulbus. Never ever mein Fernbus.

Alex Vater holt uns am Bahnhof ab und wir werden mit leckeren Schnitzel, Spätzle und Salat verwöhnt und berichten von unseren Urlaubserlebnissen

Ayubowan

Bernd

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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3 Gedanken zu „Der Tag hat 27 Stunden…unsere Erfahrungen mit mein Fernbus und Qatar Airways

  1. Hallo Bernd, klasse Bericht zu MeinFernbus! Leider haben die neuen Fernbusse oft Verspätung, aber ich denke, hier wird gerade viel ausprobiert und bald wird sich auch dies festigen. Ich schaue da positiv entgegen! Du bist jedoch nicht alleine mit deiner Erfahrung. 😉

    Vielleicht hast du ja noch Lust MeinFernbus zu bewerten (http://fernbus-bewertung.de/meinfernbus-de-2/) auf unserem Portal oder sogar einen Reisebericht einzureichen?

    Beste Grüße
    Martin

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