Hunde, Palmenputzer und Geschichte

Auf der Rückfahrt von Unawatuna Beach haben wir mit unserem Tuk-Tuk Fahrer abgemacht, daß wir heute im Laufe des Vormittags nach Galle Fort wollen. Alles unkompliziert, wir haben seine Handy Nummer – aber er wartet meistens eh direkt vor dem Hotelausgang.

Der heutige Barfußlauf am Strand fällt leider sehr kurz aus. Gestört von drei Hunden, welche Jogger hier nicht so wirklich kennen und denken, daß ich spielen will, beende ich leicht gefrustet meinen Lauf und „rette“ mich ins Meer.

Kurzer BarfusslaufIm Gegensatz zu Deutschland, wo hinter frei laufenden Hunden die mit Joggern spielen wollen, meist ein keuchendes Frauchen oder Herrchen gelaufen kommt, um die Hunde an die Leine zu nehmen, ist hier nicht eine  Menschenseele zu sehen. Ich glaube es gibt hier auch keine Hundeleinen. Also wate ich durch das Meer wieder zurück in Richtung Hotel, wo Alex mir mit dem Badezeug entgegen kommt.

Wenn man nicht joggt, verlieren die Hunde schnell das Interesse. Wir schwimmen eine Runde im indischen Ozean und dann geht es zur Stärkung für den Tag zum Frühstück. Mittlerweile habe ich mich echt den morgentlichen Tee mit Milch gewöhnt und muss sagen es ist richtig schmackhaft.

Im Gegensatz zu sonst, stehen noch keine Sonnenliegen im Palmengarten. Der Kellner meint, daß hier gleich ein Palmenkletter seinen Job nachgeht und die Palmen hoch klettert, um diese „aus zu putzen“. Sicherlich gibt es dafür einen tollen Fachbegriff, da ich aber kein Gärnter bin, muss es so reichen. Mit einem langen Seil um die Füsse kletter er
die Palmen hoch, als wäre das nichts.

Aufstieg zur Palme

Aufstieg zur Palme

Bei der Arbeit

Bei der Arbeit

Als wir das Hoteltor zur Straße öffnen, steht auch schon fröhlich winkend unser Tuk-Tuk Fahrer auf der anderen Straßenseite.

Tuk Tuk Fahrer

Tuk Tuk Fahrer

Nach dem er gestern 200 Rupien Trinkgeld bekommen hat, ist der heutige Preis nach Galle mit 600 Rupien angemessen. Auf dem Weg dahin zeigt er uns noch von der Strasse aus den Dschungel Beach – hier kann man wohl toll schnorcheln. Nun nichts für uns, aber der Strand sieht von der Strasse aus, richtig toll aus.

So eine Fahrt im Tuk-Tuk ist wirklich immer ein Erlebnis, man fühlt sich irgendwie mittendrin, nicht so wie im Auto, wenn man hinter Glasscheiben sitzt.
Wir fahren am Fisch-, Gemüse- und Obstmarkt vorbei.

Fischer beim Netz einholen

Fischer beim Netz einholen

Fischmarkt Galle

Fischmarkt Galle

Auch sehen wir das eigentliche „Einkaufsviertel“ von Galle, in dem es Supermärkte und normale „Cheap-Shops“ wie unser Tuk-Tuk Fahrer meint gibt. Am Uhrenturm setzt er uns ab und meint, wir sollen ihn anrufen, wenn er uns holen soll.

Uhrenturm Galle Fort

Uhrenturm Galle Fort

Er erklärt uns kurz wie man am besten läuft und los gehts. Das Fort ist ein altes holländische Fort. Auf dem alten Schutzwall, kann man das alte Fort einmal umrunden, was wir dann auch tun. Es ist zwar wie immer sonnig und heiß, aber oben auf dem Schutzwall geht ein schöner frischer Wind.

Schutzwall Galle Fort

Schutzwall Galle Fort

Einmal umrundet, beschließen wir ein wenig durch die Altstadt zu schlendern.

Schutzwall und Altstadt

Schutzwall und Altstadt

Erstmal mit frischen kaltem Wasser und irgendeiner Art Pizzafladen, aus einem Laden eindecken. Der Ladenbesitzer, ein symphatischer alter Mann, welche vielleicht noch die Erbauung des Forts miterlebt hat, bekommt von uns 80 Rupien Trinkgeld, was ihn sehr erfreut und er uns ein langes Leben wünscht.

Der Pizzafladen war kalt, aber sehr lecker und natürlich auch scharf, anders geht auf Sri Lanka nicht. Im Schatten eines Feigenbaumes, erneuern wir unseren Sonnenschutz

Feigenbaum

Feigenbaum

 

Zur Orientierung halten wir kurz, an einem Stadtplan – ein Fehler, da hier viele Touristen unterwegs sind, versucht sich natürlich ein Guide uns anzuschließen. Wir machen aber einen Fehler meist, nur einmal und das haben wir auf Sigiriya bereits erledigt. Der hier ist aber richtig hartnäckig und läuft uns, trotz daß wir ihm mitgeteilt haben, daß wir keinen Guide wollen nach und meint er will uns nur was zeigen, es liegt eh auf seinem Weg nach Hause. Kein schlechter Trick eigentlich 🙂 Alex erklärt ihm nett, daß wir wirklich keinen Guide brauchen und es unser Urlaub ist und wir Zeit miteinander alleine verbringen wollen. Ob er da geschnallt hat, daß wir schwul sind und deswegen weg war, ist egal, wir sind in los und haben unsere Ruhe.

Wir besichtigen noch eine Kirche und machen uns dann wieder auf dem Weg zum Uhrenturm.

Kirche

Kirche

Kirche innen

Kirche innen

Schnell dem Tuk-Tuk Fahrer angerufen, welcher 20 Minuten später da ist und uns wieder in Richtung Hotel bringt. Wir halten an einem Supermarkt, da wir uns dringend mit Sonnencreme und Aftersun eindecken müssen. Wir haben zwar noch Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 vom Lidl, aber die absoluter Schrott, zieht überhaupt nicht ein und nach dem eincremen ist man weiss. Also neue gekauft und Aloe Vera Gel, da man hier Aftersun nicht kennt. Ich kaufe mir noch ein Teigdings, was sogar noch war ist und wie sich herausstellt sogar sehr lecker und scharf ist. Laut Reiseführer handelt es sich dabei wohl um Masala Thosai – ein Teigfladen mit würziger (eher scharfer) Gemüsefüllung.

Wieder im Hotel angekommen, hat der Palmenschneider ganze Arbeit verrichtet und es liegen überall Palmwedel auf dem Rasen rum. So ein Palmwedel, ist ganz schön impossant, wenn man den mal direkt auf dem Boden vor einem sieht. Da mit Liegen im Palmengarten logischerweise noch nichts ist, verziehen wir uns auf unseren Balkon und lesen.

Vor dem Mittagessen geht es eine Runde schwimmen. Auf dem Rückweg sehen wir auf einmal vor unserem Hotel im Meer wie eine Schildkröte den Kopf aus dem Wasser hebt. Erstaunlich und toll, wir bleiben mindestens eine halbe Stunde da stehen und beobachten noch viele Schildkröten beim schwimmen und auftauchen. Leider haben wir die Kamera nicht dabei, aber es geht auch zu schnell um dies fotografisch fest zu halten.

Nach dem Mittagessen verbringen wir den Rest des Tages, bis zum Abendessen mit Lesen und Baden. Zum Abendessen essen wir Reis und Curry, nachdem wir gestern Fisch dazu hatten, bestellen wir heute Chicken. Wie auch schon gestern, zwar scharf aber saulecker.

Nach der obigatorischen Abendrunde am Strand, begleitet von zwei Hunden, geht es ans Koffer packen, da morgen der Umzug in die Cabana ansteht.

Ayubowan…stay tuned

Bernd

P.S.
Extra für Peter – siehe oben

 

 

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