Tiere, Idioten und wirkliche Gastfreundschaft

Da wir gestern Mittag relaxt haben, ist heute früh aufstehen angesagt. Der Wecker geht um 05.00 Uhr. Namal hat gestern auf heute 05.30 einen Jeep und Fahrer organisiert. Dieser kostet zu dem Parkeintritt von 6000LKR, nochmal 6000LKR. Somit ist die Safari die teuerste Aktivität auf unserer Rundreise. An der Rezeption liegt auch schon das Frühstückspaket für uns bereit und Namal, erscheint kurze Zeit später auch schon.

Der Jeep ist ein alter Landrover auf dessen Ladefläche zwei gepolsterte Sitzbänke angebracht sind. Auf Stoßdämpfer wurde glaube ich verzichtet.

Jeep und Fahrer

Jeep und Fahrer

Namal vor Safari

Namal vor Safari

Die Fahrt zum Yala Nationalpark, dauert eine halbe Stunde.Während der Fahrer unsere Tickets besorgt, schauen wir uns im Museum ein bisschen um.

Schlange Museum

Schlange Museum

Die Wege gleichen einer Schlaglochpiste. Manche Löcher sind nur mit Allrad- Umschaltung zu bewältigen. Wir werden ordentlich durchgeschüttelt und von
den Abgasen des Jeep und dem roten Staub der Wege gut eingesaut.

Es gibt viele Tiere zu bewundern und manche nur zu erahnen.

Baerenspuren

Baerenspuren

blauer Vogel

blauer Vogel

Elefant

Elefant

Hase ist das nicht WOW...

Hase ist das nicht WOW…

Pfau

Pfau

Wasserbueffel

Wasserbueffel

badende Wasserbueffel

badende Wasserbueffel

Wildschwein

Wildschwein

Weisskopfseeadler

Weisskopfseeadler

Irgendwo hier ist anscheinend ein Leopard

Irgendwo hier ist anscheinend ein Leopard

Krokodil

Krokodil

Neben den Tieren ist auch die Landschaft, sehr beeindruckend und mehr so wie ich mir Afrika vorstelle.

Elefantenfelsen

Elefantenfelsen

Landschaft Yala Nationalpark

Landschaft Yala Nationalpark

Nach 2 Stunden erreichen wir das Tsunami-Denkmal im Yala Nationalpark. An dem Denkmal und Überresten des ehemaligen Strandrestaurant machen wir Pause und frühstücken.

Tsunami Denkmal

Tsunami Denkmal

Restaurant Tsunami Denkmal

Restaurant Tsunami Denkmal

Die Stimmung ist bedrückt, es ist das erste Mal, daß man an das schreckliche Ereignis erinnert wird.

Als wir wieder zum Auto zurück wollen, sehen wir wie sich der Fahrer unter dem Jeep an etwas zu schaffen macht.

Reparatur Jeep

Reparatur Jeep

Anscheinend hat bei einem Loch irgendeine Leitung etwas abbekommen, denn der Jeep springt nicht mehr an. Es kommen ihm zwei andere Fahrer zur Hilfe und schieben uns rückwärts an.

Weiter geht es durch den Park zur weiteren Tier- und Landschaftsbeobachtung. Kurz nach dem wir mit der Safari begonnen haben, dachten wir noch, so eine mehrtägige Safari
in Afrika ist sicher auch super interessant. Nach 4 Stunden durchschütteln, ändert sich unsere Meinung und Laune nun doch ein wenig. Manchmal wäre weniger mehr. Irgendwie
nervt es nun, wenn unser Fahrer anhält und uns einen grünen Vogel, Rehe oder gar einen Hasen präsentiert🙂 Wir wollen nur noch ins Hotel, wo wir um 11.45Uhr auch ankommen.

Wir verabreden uns mit Namal auf 12.30 Uhr, da wir noch kurz duschen und uns umziehen wollen.

Namal macht sich Reisefertig

Namal macht sich Reisefertig

Koffer gepackt, aus gecheckt und ab in Richtung Rekawa zu den Turtle Beach Cabanas, welche für 4 Nächte unsere Unterkunft sein sollten. Schildkröten beobachten, entspannen am langen Sandstrand joggen, das war der Plan und es kam anders…ganz anders…selbst mit einem Tag Abstand, werde ich noch richtig sauer…dazu später mehr.

Wir bitten Namal noch schnell an einem Geldautomaten und Supermarkt zu halten. Kartenzahlung ist nicht im Turtle Beach und es liegt ja mitten im nirgendwo, also Wasser und Cola kaufen. So bepackt machen wir uns auf den Weg. Kurz vor dem Ziel frägt Namal jemand nach dem Weg und telefoniert kurz bevor er in Richtung den Turtle Beach Cabanas abbiegen soll, nochmal mit denen um eine genaue Wegbeschreibung zu erhalten.

Schon an der Art der Unterhaltung, merke ich, daß etwas nicht stimmt. Namal meint, die haben ihm gesagt, sie haben keine Reservierung von uns, außerdem sind die Cabanas im Umbau und eh nicht verfügbar. Ich spreche kurz mit der Person, Manager will ich diesen Menschen nicht nennen, er erklärt mir das gleiche. Ich sage ihm wir haben gebucht, haben eine Bestätigung und er unsere Anzahlung. Er meint er braucht fünf Minuten und würde dann zurück rufen, was er immerhin macht. Er eröffnet uns, das die Cabanas umgebaut werden und nicht verfügbar sind, das Hotel ist ausgebucht.

Er hat noch eine Villa, welche verfügbar ist, aber 7000LKR, ca. 45€ kosten würde. Die von uns gebuchte Cabana hätte 50USD kosten sollen. Da ich wirklich sauer bin und
der Person sicher kein Geld in den Rachen schmeißen willen, lehne ich das „Angebot“ ab und setze mich direkt mit go-lanka, über welche wir diese Unterkunft gebucht haben, in Verbindung.

Diese haben zum Glück eine Hotline, welche auch besetzt ist. Ich erkläre ihnen unsere Lage und das wir nun ohne Unterkunft da stehen. Sie will sich um einen Ersatz kümmern und entschuldigt sich.
Ich teile ihr mit, daß wir ab dem 24.04. bei Rockside Cabanas gebucht sind und sie bitte dafür sorgen soll, daß wir dort ab sofort eine Unterkunft bekommen. Sie braucht die wohl
landestypischen fünf Minuten und meint sie klärt es und ruft zurück. Als nach 15 Minuten noch kein Rückruf erfolgt ist rufe ich nochmal durch. Anscheinend hat sie gerade zurück rufen wollen🙂 Sie teilt mir mit, das Rockside Cabanas ein Zimmer für uns ab sofort frei haben und wir dann am Mittwoch in die Cabana umziehen können.

Das Zimmer kostet zwar mit 60€/Nacht auch mehr also die Turtle Beach, aber darum kümmere ich mich nach meinem Urlaub. Die Kosten werde ich natürlich nicht übernehmen und eine Entschädigung für diese Aufregung erwarte ich auch. Ich denke
eine komplette Übernahme der 4 Tage, also 240€ ist das mindeste was wir erwarten können.

Es ist wirklich ärgerlich, neben der Rundreise, war ein Teil des Urlaubs auf den wir uns gefreut haben, daß wir bei den Turtle Beach Cabanas Schildkröten beobachten kann, das Meer türkis wie in der Karibik ist und man am Strand entlang laufen und joggen kann. Abgesehen von der Aufregung, fehlen diese Erlebnisse und sind nicht zu ersetzen.

Namal ist so nett und erklärt sich bereit uns nach Unawatuna zu bringen. Das sind nochmal 2,5 Stunden Fahrt – danke Namal dafür zumal er am Montag schon wieder auf eine 10tägige Tour aufbricht.
Wir stoppen in einem Beach-Hotel wo wir Reis mit Hühnchen essen und ein Blick aufs Meer haben. Wir würden Namal gerne für die Umstände einladen, aber als Guide bekommt er Essen und Trinken hier kostenlos.

Blick aus Restaurant in Tangalle

Blick aus Restaurant in Tangalle

Gegen 17.30 Uhr kommen wir im Rockside Cabanas an und werden von der Besitzerin Renate in Empfang genommen. Sie zeigt uns unser Zimmer für die 4 Tage, welches wirklich toll ist und selbstverständlich Meerblick hat.

Zimmer Rockside

Zimmer Rockside

Zimmeraussicht Rockside

Zimmeraussicht Rockside

Das Hotel ist toll und kann ich nur weiter empfehlen. Danke an Renate dafür, daß dies alles so unkompliziert gelaufen ist und Du unseren Urlaub gerettet hast. Nach den Check-In Formalitäten geht es ab ins Meer, danach Abend essen und ab ins Bett. Der Tag
war anstrengend und erschöpfend.

Ayubowan…stay tuned

Bernd

P.S.
Extra für Peter, wie Du sicher bemerkt hast, haben unsere Koffer uns nicht einmal verlassen. Bleibt abzuwarten, ob Sie den Weg mit uns nach Deutschland zurück schaffen.

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