Stubas, Affen und heiße Füsse

06.00Uhr morgen, der Wecker klingelt und aufstehen ist angesagt. Ja wir haben Urlaub, aber es steht eine lange Strecke auf dem Plan für heute.
Will irgendwer nächstes Mal mit kommen? Beneidet uns irgendwer? 🙂

Frühstück wird im Schnellverfahren eingenommen, da Namal bereits wartet. Frische Omlette und Pancackes dazu Kaffee. Kaffee ist aber nur Nescafe, also morgen Tee, was auf Sri Lanka auch sinniger ist.

Als wir aus dem Zimmer kommen, meint unsere Zimmernachbarin ob wir aus checken. Nun da wir mit zwei Koffern vor dem Zimmer stehen, eine seltsame Frage.
Wir meinen ja es geht auf Rundreise…sie meint, gut bei dem schlechten Wetter und Regen! Was es regnet?

Als wir aufgestanden sind, war kein Regen. Aber sie hat Recht, es schüttet wie verrückt. Das gute bei Regen in solchen Gefilden ist, daß er meist nicht lang anhält. So ist es auch heute – nach einer Stunde ist alles vorbei und der Himmel strahlend blau.

Wir machen uns auf den Weg nach Anuradhapura. Namal fährt super und betätigt die Hupe sehr gern, meist nicht nur einmal. Ob das mal zwei- dann dreifache
Hupen was zu bedeuten hat, gilt es mal raus zu finden. Jedenfalls macht er das immer beim Überholen, von Tuk-Tuks, Fahrrädern oder Motorrädern. Wir schaffen es
auch die berüchtigten Express-Buse zu überholen.

Zwischendurch halten wir ein der ein oder anderen interessanten Stelle.

Buddha Tempel auf dem Weg nach Anuradhapura

Buddha Tempel auf dem Weg nach Anuradhapura

Namal meinte die Fahrt wird 4-4,5 Stunden dauern. Wir schaffen die Strecke in  3,5 Stunden, war wohl wenig los. Es sind doch ganze 264km, das wäre bei unserem letzten Urlaub eine halbe Tagesetappe gewesen. Bevor wir zu den Tempelanlagen fahren, checken wir schnell im The Heritage in Anuradhapura ein. Tolles Zimmer und Hotel, wie auch schon gestern. Ein Blick auf den Pool, der uns heute Nachmittag noch beschäftigen wird.

Pool The Heritage

Pool The Heritage

Eine halbe Stunde später geht es zu den Tempelanlagen von Anuradhapura. Eintritt bezahlen, 25USD/Kopf die sich aber wirklich lohnen, man bekommt einiges dafür geboten, ob man es will oder nicht 🙂 Auf der Fahrt zur ersten Stuba, erklärt und Namal, das man sich an gewisse buddhistische Regeln beim Besichtigen halten muss. Ja schon klar, denke ich, Mütze runter, ruhig sein und nicht zu aufdringlich fotografieren. Er meinte aber, daß man bei den Stubas nicht nur die Mütze, sondern auch die Schuhe ausziehen muss.

Okay stimmt das habe ich  mal gelesen…so schlimm wirds nicht werden…glaubt mir..es wurde schlimmer. Es ist auch verboten eine Buddha Statue mit Menschen die mit dem Rücken zur Statue stehen, zu fotografieren.

Buddah stehend

Buddah stehend

Wir ziehen brav unsere Schuhe und Socken aus, wohl gemerkt im Schatten. Auf gehts zur Stuba..ein weg des Leidens. Der Boden ist wirklich heiß. Bilder machen ist nicht so wirklich toll.

Stuba...oh wie TOLL!!!

Stuba…oh wie TOLL!!!

Stellt Euch schonmal drauf ein, die Bilder der erste Stuba zu würdigen, egal wie gelungen oder langweilig sie sind. Diese Bilder sind unter Schmerzen und Brandblasen gemacht 🙂

Dann folgt der Bodihi-Baum, angeblich der älteste Baum der Erde. Ein sehr wichtiger Ort im Buddhismus.Hier ist nicht nur der Boden heiß, es ist auch noch Sandboden mit feinen Steinen drin. Ich denke mir, wenn es so weiter geht, ist Barfuß joggen für mich nichts mehr besonderes, nach der Hornhaut die sich unter meinen Füßen bilden wird. Das ist besser als jeder Laufschuh 🙂

Bohdi Baum

Bohdi Baum

Da wir aber lernfähig sind, behalten wir bei den folgenden Tempeln und Gedenkstätten die Socken an, was es ein bisschen erträglicher macht. Wenn man nur kurz zum Bilder machen stehen bleibt, brennen einem die Fußsohlen nicht direkt durch..es folgen Stuba auf Stuba und Tempel und Buddha-Statuen, so daß irgendwann Speicherüberlauf herrscht. Dies kann auch an der enormen Hitze liegen.

Der Pool wird vor unserem inneren Auge immer größer, aber Namal hat immer wieder neue Sirs für uns. Jedesmal wenn er anhält kommt ein Sirs…und dann eine Erklärung von dem was folgt und zu besichtigen ist.

Auch das archäologische Museum, welche Wächtersteine, Buddha, Latrinensteine und andere altertümliche Dinge zeigt, wird besucht. Auf dem ganzen Gelände der Tempelanlagen sind unzählige wilde Affen und Hunde. Das die Affen hier wirklich wilde Affen sind, kann ich noch nicht so realisieren. Es wirkt wie im Affenwald, so viele sind das.

Affe

Affe

Zum Abschluss geht es in den Felstempel Isurumini Raja Maha Viharaya in dem ein großer liegender Buddha ist. In den meisten Stubas sind diese hinter Glas geschützt, hier nicht, dafür ist fotografieren verboten.

Liegender Buddha

Liegender Buddha

Es ist nun kurz vor 16.00 Uhr und Namal meint wir haben die Gegend „gecovert“, wie er so schön sagt, überlebt würde ich sagen. Er frägt ob wir müde sind…ach Namal von 5 Stunden in der Hitze rumrennen. Würde ich Halbmarathon laufen, wenn ich davon müde wäre…ich bin nicht müde, sondern total am Arsch und der Pool schreit und lockt. Da ich aber nicht weiß , wie ich das auf englisch ausdrücke, meine ich, ja wir sind schon müde und würden noch gerne in den Pool.

Davor steuern wir noch schnell einen Supermarkt an um uns mit After-Sun, Wasser und zwei Regen- oder besser Sonnenschirmen einzudecken. Die Schirme sind in den Tempelanlagen nämlich, im Gegensatz zu Mützen, erlaubt. Die nächste Stunde verbringen wir im Pool und die Körpertemperatur reguliert sich langsam wieder. Noch ein bisschen relaxen, dann geht’s zum Abendessen.

Wie schon gestern ist es super lecker. Das Buffett wird noch mit indischen Gerichten komplementiert. Da wir uns nicht entscheiden können, probieren wir fast von allem etwas. Eine nette Inderin erklärt mir die indischen Gerichte, da diese nicht beschriftet sind, so muß ich das einfach probieren. Tolle Ausrede. Dessert sieht einfach viel zu lecker aus um es einfach stehen zu lassen. Zur Beruhigung des Gewissens nehme ich zu den süssen Stückchen, noch ein bisschen frischen Obstsalat.

Wie Ihr sicher bemerkt habt, haben wir dann noch schnell in der Lobby den gestrigen Tag online gestellt. Wir hoffen Ihr hattet Spaß und bleibt dabei

Ayubowan…stay tuned

Bernd

P.S.
Extra für Peter…unsere Koffer sind noch immer unsere Wegbegleiter!

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