Postkartenmotive, Bärenspuren und…..

Ein weiterer Tag im Yosemite Nationalpark. Aufstehen um 07.00Uhr, fällt langsam aber sicher immer schwerer und wir brauchen schon eher den Wecker, als noch zu Beginn.

Beim Frühstück muss ich eine Touristin bitten, meinen gerade eben aus der Pancakemaschine gekommen Pancake doch wieder auf den Teller zurück zu legen. Nach dem mein zweiter Pancake durch ist, geht die Maschine kaputt. Die Serviceangestellte erwidert ein ach da kann ich auch nichts machen. Ein anderer Tourist repariert die Maschine soweit, daß man den Deckel öffnen und wieder schliessen muss, bevor ein Riesenpancake zubereitet wird. Mit einem zweiten Kaffee wird es auch nichts mehr, da der Kaffee leer ist und die Servicedame wohl einen schlechten Wochenstart hat. Sie füllt lieber die Bagles auf, bei denen das Tablett eigentlich noch halbvoll ist.

Beim Minimarkt kaufen wir Wieners, Hot Dog Brötchen (langsam aber sicher vermisse ich  das leckere deutsche Brot…oder ein Laugenbrötchen). Die letzten Tage haben wir uns morgens immer einen Redbull geholt. Die Teenies hier trinken aber wohl eher Monsters. Die Dose sieht cool aus und es gibt verschiedene Geschmacksrichtungen. Muss ich ausprobieren und kaufe mir heute einen grünen Monster. Ekelhaftes Zeug, schmeckt wie Redbull mit Waldmeisterbrause.

Dann geht es in Richtung Yosemite Nationalpark. Nach gestern, wollen wir heute das Visitor Center meiden. Eine Warnung vorab, es hat Toiletten im Park – man sollte sie aber, wenn es irgendwie geht, nicht benutzen müssen. Dagegen sind Toitoi Häuschen bei Rock am Ring oder ähnlichen Veranstaltungen Luxusanlagen

Als erstes fahren wir den Bridalveil Wasserfall an. Es ist anscheinend einer der bekanntesten Wasserfälle des Parks. Das Wasser stäubt enorm. Bedeutet man wird ganz schön nass. Von der Höhe des Wasserfalls ist er jedoch nicht so beeindruckend wie die Lower und Upper Wasserfälle gestern. Da es noch früh am morgen ist, ist er auch nicht so wahnsinnig überlaufen, es ist aber schon genug los.

Im Reiseführer wird der Tunnel-View als einer der Höhepunkte des Parks angepriesen. Also nichts wie hin und mal schauen. Der Reiseführer hat nicht zuviel versprochen. Der Blick ist unglaublich

Tunnel-View liegt auf der Straße in Richtung des Glacier Points. Der Glacier Point soll der beste Aussichtspunkte des Parks sein. Die Straße hinauf auf den ca. 2.200 Meter hohen Aussichtspunkt, ist nur von Mai bis November befahrbar. Durch den Tunnel geht es die Straßen hinauf. Ein Bewohner des Parks kreuzt unseren Weg

Hier hat es auch noch immer Schnee – zum Teil zumindest

Grit hatte bei Ihrer USA Reise Anfang des Jahres eine Begegnung mit einem Bären beim Wandern. Dies wollten wir nicht wirklich, aber so ein Bär vom Auto aus in freier Wildbahn…wir haben gestern schon die ganze Zeit Ausschau gehalten aber nichts…nun immerhin deuten die Verkehrszeichen darauf hin, das es wohl Bären geben muss

Oben am Glacier Point angekommen, zeigt sich daß dies wirklich der beste Aussichtspunkt ist. Die Sicht ist unwahrscheinlich. Ein Postkartenmotiv wie es perfekter nicht sein kann

Besonders Mutige, Wahnsinnige oder Lebensmüde, sucht es Euch aus, stellen sich auf einen Felsen und lassen sich von den Angehörigen fotografieren. Wir entscheiden uns, daß unser Leben wichtiger ist und fotografieren…keine Ahnung mehr wie die gute Frau hieß, es war eine Österreicherin..ihr Mann meinte danach er habe sich sogar kurz Sorgen gemacht..

Ein Chipmunk tut es der Frau gleich – findet aber leider nicht so die Aufmerksamkeit

Auf der Fahrt nach unten beschliessen wir beim Ostrander Lake Trail auf Wanderung zu gehen. Auf dem Parkplatz steht erfreulicherweise nur ein Auto.

Der Weg führt auf unbefestigten Trampelpfaden über eine Lichtung in den Wald und ist mit gelben und roten Schildern an den Bäumen sehr gut ausgeschildert. Wir wissen ja es gibt hier Bären und es sieht aus wie in den Berichten über Bären die man aus dem Fernsehen kennt. Ausserdem ist es wirklich still. Kein Auto, keine Menschen nur Vogelgezwitscher. Wirklich klasse aber auch ein bisschen spooky. Man scheint die Bären hinter jedem Baum zu spüren. Dann einer der ersten Bäume nach der Lichtung, bei einem kleinen Bach

Von diesen Bäumen finden wir noch drei vier andere. Was das wohl sein mag? Eine Bärentatze würde schon sehr gut passen, findet ihr nicht?

Nun sind wir wirklich eingeschüchtert. Aber wir wollen ein wenig laufen, zu Mal der Weg wirklich spannend zu sein scheint und auch nichts los ist. Also laufen wir weiter. Kurz vor einer Lichtung mit vom Blitz gefällten und ausgetrockneten Bäumen hören wir ein knacken…wir bleiben stehen…sicher der Wind…es knackt nochmal…sollen wir umdrehen? Ach was wir sind ja erst eine Stunde unterwegs…langsam laufen wir weiter…es knackt immer noch…ach sicher der Wind…wir sehen auch nichts in der Richtung…, laufen weiter und reden uns ein das war der Wind. Wir laufen den Trail noch ein Stück weiter in Richtung See – als dann ein Schild mit noch 7km bis zum See kommt, drehen wir um und fahren doch noch ins Visitor Center auf einen Kaffee und Schoko-Muffin.

Der nächste Einwohner des Parks ist beim Visitor Center, oder besser überall da wo Menschen essen, anzutreffen

Auf dem Weg zum Ausgang ist an einem der Aussichtspunkt eine riesige Ansammlung da ist von Menschen, die aufgeregt auf das gegenüberliegende Ufer des Merced River zeigen. Was ist denn da los?…da ist ein Bär…ne oder? Shit wir sind vorbei…an dem nächsten Aussichtspunkt gewendet und zurück..super da fährt gerade einer weg und wir können anhalten. Wie kann man da weg fahren? Auch egal. Ausgestiegen und auf der anderen Seite sitzt ein Bär und frißt gemütlich ein wenig Gras

Genau die Richtige Entfernung um einen Bären in freier Wildbahn zu beobachten. Ob wir das gesehene jemals richtig realisieren können? Der Bär lässt sich durch die Beobachtung nicht stören und verzieht sich irgendwann wieder langsam in den Wald

Wenn wir es uns genau überlegen und die Spuren im Wald beachten, ist es mehr als wahrscheinlich, das es sich bei den Geräuschen heute mittag um einen Bären gehandelt hat, der über die Baumstämme geklettert ist. Über manche Dinge denkt man aber besser nicht nach..

Stay tuned

Bernd

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