Abschied von der Wüste und Mammutbäume

Das Auschecken ist im Budget Inn & Suites total easy. Schlüssel einfach in einen Briefkasten einwerfen und das war es. Heute steht die letzte längere Fahrtstrecke auf dem Programm. Es sollen auch wieder so um die 300 Meilen, also ca. 480km werden. Aufstehen um 06.30Uhr und direkt in Starbucks – Kaffee und Blaubeermuffin, Eis,Truthahnbrust und französisches Baguette mit Kruste gekauft. Dann geht es auf die Straße in Richtung Lake Isabella. Vorbei an den letzten Joshua Trees

lassen wir die inzwischen schon so vertraute Wüste langsam hinter uns. Die Landschaft wird langsam aber sicher grüner

und die Wüste wird von Weideland abgelöst. Wir fahren mit ca. 45 Meilen in der Stunde weiter Kurve um Kurve den Berg hinunter als plötzlich ein Kalb über die Strasse rennt. Leider, oder vielleicht auch Gott sei dank, gibt es davon kein Foto weil alles viel zu schnell ging als das Alex zum Foto hätte greifen können.

Wir erreichen den Lake Isabella – ein Stausee aus dem Kern River. Die Häuser aus dem ehemaligen Kern City wurden versetzt und sind zum Teil noch erhalten, wie uns der Besitzer des ortsansässigen Museums erzählt. Auf dem See fahren die Amerikaner gerne mit Ihren Jetskies und auch ein Wasserflugzeug hat man wohl hier

Entlang des Kern Rivers ging es weiter zum Sequioa Nationalpark, die Heimat der Mammutbäume. Wir laufen, auf geteerten Wegen, den Pfad der 100 Giganten, wo es einige wirklich riesige Exemplare zu bestaunen gibt

Langsam macht sich Hunger breit. Wir fahren kilometerweit durch die Prärie, das Farbenspiel der Landschaft ist sehr beeindruckend. Da wir weit und breit das einzige Auto zu sein scheinen, kann man dies auch ausgiebig auf sich wirken lassen.

Mitten im nichts, ist an einer Straßenkreuzung ein mexikanisches „Restaurant“. Das Restaurant sieht verlassen aus, ist es aber nicht. Essen wollen wir da nicht wirklich, außerdem haben wir noch einiges zu fahren und mexikanisch ist nicht so unseres. Wir fahren weiter und wollen irgendwo schnell einen Hot Dog essen. Wir fahren auf eine „Ortschaft“ zu – es hat zumindest ein Ortsschild und zwei Tankstellen. Wir haben erstaunlicherweise den Namen vergessen und google hilft auch nicht weiter. Ich glaube die Ortschaft hieß Duncan.

Auf unserer Seite ist eine Shell-Tankstelle. Der Tank kann auch nachgefüllt werden und es  steht auch Food Mart dran, also gibt es sicher eine Kleinigkeit zu essen. Here we go – story of the day…

Wir gehen rein – hm seltsamer Laden aber egal. Es hat Tische an denen man essen kann und da hinten ein Theke an der Essen verkauft wird. Was gibt es denn? Toll fast nur mexikanische Sachen. Tortilla, Burritos und sonstige mexikanische Snacks. Hot Dog ist leider nicht. Pizza würde es geben oder eine Burger Combo – laut Bild Burger, Cola und Pommes. Klingt gut – also bestelle ich zweimal Burger Combo. Die Dame, wohl eine Mexikanerin, mein ah Combo…mit Hühnchen oder Rind und frägt noch ein paar sonstige Dinge, die ich aber nicht mehr verstehe. Ich hänge noch an der Frage ob Huhn oder Rind bei einem Burger. Ich schaue zu Alex, fragender Blick. Die Dame meint nun sie kann uns eine Combo wie Nummer 16 machen. Wir wissen beim besten Willen nicht, was die will. Ich denke naja dann mach Nummer 16 und wir entscheiden uns für Hühnchen.

Ich schaue zu Alex der entsetzt meint, das sieht auf dem Bild aus wie Kotze. Er weiß nicht ob wir das Essen können. Ich schaue mir die Auslage mal genau an – das Essen sieht aus, als wäre es eine harte Bewährungsprobe für den Magen. Lecker wird das nicht. Wir schauen Ihr beim garnieren zu – mir wird beim schreiben schon wieder ein wenig übel. Dann übergibt sie uns zwei dieser Styropor-teile in denen essen aufbewahrt wird. Wir setzen uns drüben an den Tisch. Das ist wirklich eklig. Es gibt Hühnchen, welches in einer, nennen wir es mal Soße, schwimmt. Das ist das leckerste an allem, aber sau scharf. Dazu gibt es Reis, kann aber auch Hirse oder was auch immer sein. Es ist klumpig und schmeckt nach nichts. Der Höhepunkt sind jedoch, die Bohnen. Ich hoffe es waren Bohnen. Es ist ein grauer Schleim mit Stückchen – einfach unbeschreiblich. Dazu gibt es Tortillas – das geht – schmeckt aber halt nach nichts.

Tja was machen? Wir essen das Hühnchen und die Tortillas und ein bisschen von der Hirse. Wir überlegen, ob wir das Zeug mit ins Auto nehmen, damit wir ein Bild für Euch machen können. Wir lassen es aber lieber. Zum einen, weil wir Euch das nicht antun wollen und zum anderen, wollen wir nicht, das irgendwas von dem Zeug im Auto ausläuft.

Also noch schnell voll tanken. Wie sollte es hier auch sein, das Tanken mit der Karte an der Säule funktioniert nicht. Also schnell rein, die Karte abgegeben, damit getankt werden kann. Schon das alleine lassen der Karte ist mir bei den Gestalten nicht so recht. Voll getankt und wieder rein zum unterschreiben. Oh das ging aber schnell – ja der Tank war noch halbvoll erwidere ich – denke mir aber, aha hast Du es nicht geschafft in der Zeit, die Kartendaten zu kopieren? Er druckt den Beleg und gibt ihn mir zum unterschreiben. Er will wissen woher wir sind, aus Deutschland meine ich. Er meint oh Deutschland….und noch irgendwas..ich verstehe…ob ich Hitler schon mal getroffen habe.Waaaaaaaaaas? Ne das kann er nicht gesagt haben…sorry…meine ich…er meint, na ob ich meine ob Hitler noch lebt? Na besser ist das auch nicht und das hat er wirklich gesagt. Ähäm ne ich glaube nicht das er noch am leben ist. Er meint, ach doch sicher – er meinte doch er würde für immer leben – nettes grinsen, maybe…und raus aus dem Laden. Smalltalk kann manchmal ein Arschloch sein.

Wieder im Auto erzähle ich es Alex. Mein Magen fühlt sich an als hätte ich zwei Schnäpse getrunken. Alex bricht in schallendes Gelächter aus. Nichts wie weg von hier. Unter lautem Gelächter vergessen wir das Navi wieder anzustellen und fahren einfach mal los geradeaus.

Wir fahren durch unglaubliche Farmfelder. Kilometerweit gerade Straße gesäumt von Obst- und Olivenbäumen und Reben. Ein wirklich beeindruckender Anblick. Dann geht es auf die Interstate, vorbei an Fresno bis zum heutigen Tagesziel Mariposa. Wir checken in das BEST WESTERN Yosemite Way Station Motel ein und bekommen Zimmer 215. Versuchen versehentlich Zimmer 212 zu öffnen – was zum Glück nicht geht und finden dann auch unser Zimmer

Danach geht es in den Pool und in den HotTube – ein Whirlpool, der aber eher lauwarm als heiß wird. Im Yosemite Grill gibt es ein Steak mit Pommes und Salat zu abend. Wir suchen noch schnell die Wäscherei. So können wir uns ein bisschen die Beine vertreten und morgen abend muß mal gewaschen werden.

Stay tuned

Bernd

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s