Durch die Mojave Wüste ins kleine Zockerparadies

Auf der Suche nach was passendem zum Abendessen, finden wir Ruby’s Diner – in Palm Springs. Ja es gibt wieder Burger – ich werde nach dem Urlaub ein paar extra Tainingseinheiten einlegen müssen. Das Diner ist innen wie ein Diner aus den 50er Jahren eingerichtet, auch die Bedienungen sind dementsprechend gekleidet. Das Ambiente ist wirklich top – die Burger leider nicht ganz so lecker wie im Denny’s, aber gut. Dieses mal bestelle ich frischen Eistee, welcher kostenlos nachgeschenkt wird – danke nochmal Grit. Schmeckt ein wenig bitter aber trotz allem lecker.

Zurück am Hotel suchen wir kurz die Eismaschine, überlegen ob wir noch kurz in den Pool gehen sollen. Wir sind aber irgendwie zu faul – außerdem liegt da so ein Pseudoschönling und eine andere seltsame Gestalt schon den ganzen Tag am Pool rum. Da wir auch nicht gerade Lust auf Konversation mit diesen Menschen haben, lassen wir den Pool für heute. Klimaanlage läuft auf Hochtouren und schafft es mit Mühe das Zimmer nicht einem Backofen gleichen zu lassen.

Um 07.00 Uhr gibt es Frühstück. Wir leiden noch immer an der Zeitumstellung, zehn Minuten vor sieben sind wir im Frühstücksraum. Cornflakes, Kaffee und Orangensaft – zwei Äpfel für auf den Weg, das war’s.

Es geht in die Wüste Richtung Joshua Tree Nationalpark. Im Visitor Center angekommen, bemerken wir, dass wir den Interagency Annual Pass, welchen wir von Grit bekommen haben, nicht unterschrieben haben. Die Rangerin reagiert ein wenig pissed, als ich Sie um einen Kuli zum unterschreiben bitte. Der muss eigentlich schon vorher unterschrieben sein, meint sie. Ich meine, wir haben halt keinen Kuli der darauf schreibt. Sie meint, dass jeder darauf schreiben würde. Ah – verlegenes grinsen – sie gibt mir einen Stift zum unterschreiben und uns noch eine Karte und Informationen des Parks. Es hat also einwandfrei geklappt – danke Grit – wir regeln das, wenn wir wieder daheim sind.

Im Park halten wir an den verschiedenen Haltepunkten an – merken wie es immer heißer wird.  Die obligatorischen Joshua Trees werdet ihr zu Unmengen auf Fotos über Euch ergehen lassen müssen.

Skull Rock – eine Felsenformation – die na was wohl ähnelt? Hier ein Bild und was erkennt ihr?

Wir haben es fotografiert, nicht erkannt, weiter gelaufen – verlaufen – umgedreht. Beim weg fahren nochmal zurück geschaut – ah doch jetzt ja…

Dann geht’s noch hoch zu Keys View – zwar ein Umweg von ca. 40km, aber die Aussicht war lohnend.

 Das Einzige Problem war, wir hatten nichts zu essen dabei – es war mittlerweile 13.00Uhr und uns hing der Magen in der Kniekehle. Also wieder einsteigen und ab in die nächste Stadt. Da ist ein Subway – nun ich weiß nicht – das Navi will rechts – der ist aber links und auch nicht so lecker. Außerdem fragen die bei Subway tausend Sachen bis man mal was zu essen bekommt. Lass uns weiter fahren. Wir fahren weiter – 30km der Straße folgen – meint das Navi. Och ne das ist zu lang – das halten wir nicht aus – ohne zu Kannibalen zu werden, oder zumindest ohne uns anzustressen. Also umkehren – nur wo – ach da komm – scheiss auf das no U-Turn Zeichen. Die Tanke ist verlassen – da interessiert das nicht mehr. Wir drehen hier um. Alex will gerade ein Martinshorn simulieren, als er zwei grimmigen Polizisten in die Augen blickt, welche mit Ihrem Auto auf der Tanke stehen. Klasse nett grinsen und weiter fahren. An der Ampel geht es rechts zum Subway – die Ampel ist rot und die Polizei kommt angefahren. Kurzer Adrenalinschub – dann halten Sie aber an der Ampel  an der Geradeausspur an. Alles prima – nun schaffen wir das Subway Bestellprozedere locker, was dann auch so ist.

Nach dem der Hunger gestillt ist – es gab Fladbread with Sweet Onion and Chicken Teriaky- geht es die vom Navi geforderten 30km abzuspulen, an deren Ende wir Twenty Nine Palms erreichen. Das stand zu Anfang auf unserer Liste möglicher Übernachtungen. Bei Tageslicht und Real betrachtet sind wir Gott froh das wir uns dagegen entschieden haben. So stellt man sich die totale Einöde vor. Und, die im Internet so angepriesenen Motels müssen unter Garantie für Alfred Hitchcocks Psycho Pate gestanden haben.  Schlimmer geht’s nicht-denken wir-doch es wird schlimmer.

Wir verlassen Twenty Nine Palms in Richtung Laughlin – die Häuser werden seltener und gleichen immer mehr irgendwelchen Blechbaraken. Einzig die Briefkästen an der Straße deuten darauf hin, dass hier wirklich Menschen wohnen. Neben einem Briefkasten hing eine Art Vogelscheuche  – reden wir uns ein – ein Irrer der seine Leichen draußen an der Straße zum ausbluten aufhängt, könnte auch sein.

Es geht nun immer weiter und mitten durch die Mojave Wüste.  Nach 150km in denen wir in etwa gleich vielen Windhosen wie Autos begegnet sind, kommt die erste Ortschaft Amboy. Diese besteht aus einer Tankstelle und einem Motel – mit frisch renovierten Zimmern. Vielleicht sind sie auch noch nie benutzt. Nur die Ruine der Amboy School deutet darauf hin dass hier wohl mal mehr leben herrschte. Dann kommen wir auf die Route 66 – welche nicht zu der offiziellen  „historischen“ Route 66 gehört. Hier ist nichts auf schick und Touristenattraktion gemacht  – hier ist vieles oder fast alles verlassen und kaputt. Das obligatorische Route 66 Bild haben wir gemacht

Als wir Laughlin erreichen sind wir ganz schön erledigt – das Eis in der Kühlbox ist mittlerweile zu Wasser geworden  – kein Wunder bei einem Tag in der Wüste. Wir checken ein – bekommen ein Zimmer im siebten Stock:

Stay tuned

Bernd

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